Badische Küche


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Kulinarische Köstlichkeiten aus Franken

Franken ist unwahrscheinlich vielseitig, was seine kulinarischen Angebote angeht. Die fränkische Küche und ihre zahlreichen Rezepte sind über die Jahrhunderte hinweg bestehen geblieben und existiert auch heute noch in unverfälschter Form. Allerdings muss man sagen, dass es in Franken recht deftig zugeht und die Speisen und Getränke nichts für empfindliche Mägen sind.

Es wird gesagt, dass es in Franken die größte Auswahl an Wurst auf der ganzen Welt gibt. Süß, deftig und fettig, so lässt sich das Essen kurz und knapp beschreiben. Vermutet wird, dass der Ursprung dieser Speisen im harten Leben der einfachen Menschen begründet liegt. Schwere Arbeit in einer rauen Gegend ließen die Menschen zu möglichst fetten und kalorienreichen Speisen greifen. Beispiele für in Franken aufgetischte Speisen sind Schäufala mit Kleeß, das ist Schweinebraten, der auf besondere Art zubereitet und mit Klößen serviert wird. Die Klöße sind übrigens schon immer mit den heute unter dem Namen Croutons bekannten Brotstückchen versehen. Ein anderes Beispiel sind die Küchla im Presssack oder die Krapfen, die in Schmalz goldgelb gebacken werden. Krenfleisch und diverse Braten, die in einer Biersoße angerichtet werden, sind weitere Beispiele für die deftige Küche. Gänse werden im Rohr gebraten und ihr Schmalz wird für das Anbraten von Blaukraut (auch als Rotkraut bekannt) verwendet.
Schlachtplatte und Würste - das lieben die Franken...


In der restlichen Welt werden Hamburger verzehrt, hier in Franken heißt diese Art von Fast Food Hackfleischküchla. Wie man sieht, ist alles eine eher fettige Angelegenheit und nicht gerade zum abnehmen geeignet und auch nichts für Leute, die normalerweise in Feinschmeckerrestaurants verkehren, in denen nur drei Erbsen und eine Möhre serviert werden.

Eine berühmte fränkische Spezialität ist auch die Schweinfurter Schlachtschüssel. Diese wird meist an Schlachttagen auf dem Land serviert und ist gefüllt mit riesigen Bergen von Kraut, sehr fettem Bauchfleisch vom Schwein, Blutwürsten und Schweineschwänzen beziehungsweise -ohren. Dieses Festmahl kann zu einem wahren Gelage ausarten. Dann sitzen die Gäste alle an einer langen Tafel. Insgesamt werden vom Wirt sechs Gänge serviert, die alle nach und nach aufgetischt werden. Zwetschgenwasser ist dabei der ständige Begleiter und auch der krönende Abschluss dieses teilweise mehr als vier Stunden dauernden Essgelages. Gewürzt werden die Speisen übrigens von jedem selbst, dazu bekommt jeder Salz und Pfeffer an seinen Platz gestellt. Es gibt aber auch eine Reihe von doch etwas leichteren Speisen.

Ein Beispiel dafür ist die Küche mit Geflügel, wenn man vom Gänsebraten einmal absieht. So werden zum Beispiel Streifen von Putenfleisch unter Salate gemischt oder Hähnchenbrust mit einer Kruste aus Sesam überbacken. Ebenso gibt es einige Wildgerichte, wie zum Beispiel Hirschragout oder Rehmedaillons.

Franken: Bier aus feinstem Hopfen

Neben dem bekannten Zwetschgenwasser wird auch Bier in zum Teil recht großen Mengen regelmäßig getrunken. Franken hat übrigens die höchste Dichte an Bierbrauereien in ganz Deutschland zu bieten und die Biere sind überregional bekannt. Das gleiche gilt für die Weine aus Franken. Es gibt hier einige ausgezeichnete Weingüter, deren Weine in der ganzen Welt verkauft werden.


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